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Seit 1989 bietet der Malteser-Hilfsdienst einen Hausnotrufdienst an. Der Kaufhof hat sein Warenhaus seniorenfreundlicher gestaltet. Nun wollen beide als Partner zusammenarbeiten, um den Service für ältere Menschen weiter zu verbessern.

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Geistig-religiöse Grundlagen

Der Ordensleitsatz

Tuitio fidei et obsequium pauperum - Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen

In der ersten Regel der Hospitalbrüderschaft des Hl. Johannes zu Jerusalem wird der Leitsatz Tuitio fidei et obsequium pauperum - Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen formuliert, der bis heute für den Orden und alle Gemeinschaften, die sich davon ableiten, Gültigkeit hat.

Im Laufe der Ordensgeschichte hat sich der Leitsatz nicht verändert. Er wurde unterschiedlich "in die Zeit" übersetzt. Heute leben wir nicht mehr in der Kreuzfahrerzeit, wohl aber in einer Zeit, in der Kriege, Katastrophen und Schicksalsschläge vielfältiges Leid, Krankheit, Obdachlosigkeit, Flüchtlingselend und andere Bedürftigkeiten hervorrufen, die keinen Menschen und erst Recht keinen Malteser unberührt lassen dürfen.

So ist es dem Malteser, der aus der christlichen Tradition kommt, ein Anliegen, Gottes- und Nächstenliebe in guter Weise zu verbinden und damit der Aufforderung Jesu zu folgen:

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken." Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Mt 22,37-39)

Das Leitbild

Tuitio fidei et obsequium pauperum - Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen

Auf der Basis des Ordensleitsatzes gibt die Deutsche Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens all ihren Werken ein einheitliches Leitbild vor. (Assoziationen, d.h. Personenvereinigungen, werden die nationale Gliederungen des Malteserordens genannt.)

Im Vertrauen auf Gott für den Menschen

Der Malteserorden weiß sich seit 900 Jahren seinem Gründungsauftrag verpflichtet, den Armen und Kranken zu dienen. In ihnen erkennen die Malteser Jesus Christus, den Herrn. Dadurch bezeugen sie in besonderer Weise den christlichen Glauben mit dem Einsatz ihrer ganzen Person. Die Malteser wollen durch ihren Dienst helfen und heilen; so machen sie Gottes Zuwendung zu den Menschen erfahrbar.

Unter diesem Auftrag stehen alle Werke des Ordens mit ihren Mitarbeitern. Führungskräfte wissen sich in ihrem Verantwortungsbereich diesem Auftrag besonders verpflichtet.

Die Malteser orientieren sich am Glauben der Gottesmutter Maria, am Zeugnis Johannes des Täufers, ihrer Patrone, und am Charisma ihres Gründers, des Bruders Gerhard.

Leben in der katholischen Kirche

Die verbindliche Lehre zu christlichem Glauben und Leben wird durch die Führungskräfte nach innen und außen vertreten. Als Orden der katholischen Kirche gestaltet der Malteserorden seine Werke nach den Maßgaben der kirchlichen Ordnung.

Offenheit durch klares Profil

Der Malteser Orden lädt sei je her alle Menschen guten Willens dazu ein, seinen Weg mitzugehen und seine Dienste zu unterstützen. Durch seine eindeutige Verankerung in der katholischen Kirche gewinnt er die Freiheit, in seinen Werken mit allen zusammenzuarbeiten, die an seinem Auftrag mitwirken wollen und für seine Ziele offen sind. So bieten die Malteser dem Einzelnen den Raum, seine je eigene Berufung in der Begegnung mit Jesus Christus im Dienst an den Schwachen und Kranken zu finden.

Ordensgründer - Der Selige Bruder Gerhard

Jerusalem ist seit jeher die Wallfahrtsstätte der Christenheit schlechthin. Seit dem frühen Mittelalter wurden Versuche unternommen, in Jerusalem die Pilger in Hospitälern und Herbergen unterzubringen. Immer wieder verfielen die Bauwerke und mussten neu aufgebaut werden.

Vor dem 1. Kreuzzug ist es Kaufleuten aus Amalfi gelungen, einige von solchen Gebäuden wieder herzustellen, sogar einige neu zu errichten. Im 11. Jahrhundert sind "schwarze Mönche" (wahrscheinlich Benediktiner) bezeugt, die sich der Pilger annahmen und die Hospize betreuten.

Schon während des 1. Kreuzzuges lebte und wirkte Gerhard (frz.: Gérard) im heiligen Land. Er betreute die Kranken in einem von den Amalfinem geleiteten Hospiz. Da seine ursprüngliche Herkunft ungeklärt ist, lässt diese Tatsache darauf schließen, dass er aus Amalfi stammt. Einer anderen Version zufolge stammte er aus einer vornehmen Familie aus der Provence. Es wird vermutet, dass er sich den Benediktinern anschloss und Oblate wurde, und die Benediktiner ihm die Leitung des Hospizes anvertrauten.

Aus der Zeit der Belagerung der Stadt wird folgende Legende über ihn erzählt:

"Um den Belagerern zu helfen, die die Stadt aus der Hand der Sarazenen befreien wollten, hat er Brot von der Stadtmauer Jerusalems heruntergeworfen. Dabei ist er von den Sarazenen entdeckt worden. Als diese ihn zur Rede stellten, hat er seinen Mantel geöffnet und unter seinem Mantel kamen Steine zum Vorschein." Er konnte jedoch der Gefangenschaft nicht mehr entgehen. Als die Kreuzritter ihn befreiten, fanden sie ihn in einem desolaten Zustand vor. Bei den neuen Herren von Jerusalem genoss er großes Ansehen. Ihm wurde die Möglichkeit eingeräumt, das Hospiz und das Hospital zu erweitern.

Am 3. September 1120 starb Gerhard eines natürlichen Todes: Im Jahre 1283 wurden seine Gebeine nach Frankreich überführt. Bedingt durch die französische Revolution kam es nie zu einer offiziellen Heiligsprechung durch den Papst. Jedoch kam die anhaltende Verehrung des Gerhard als eines Seligen im Mittelalter der Heiligsprechung gleich.

Ordenspatronin - Unsere liebe Frau von Philermos

Tradition der Verehrung der Muttergottes von Philermos

Die Tradition der Verehrung der Gottesmutter von Philermos reicht zurück in jene Zeit, als die Insel Rhodos zum griechischen Kaiserreich von Byzanz (4. bis 10. Jhdt. n. Chr.) gehörte. Die Gottesdienste wurden im griechisch-orthodoxen Ritus gefeiert. Es entstand auf der Insel Rhodos eine prächtige byzantinische Basilika. 1052 fiel die Insel an die Venetianer, 1248 an die Genuesen. Aus Angst vor den Muslimen verkaufte Genua die Insel im Jahre 1306 an den Orden des heiligen Johannes.

Der Orden baute auf dem Berg Philermos über den Ruinen der orthodoxen Basilika die Kreuzbasilika auf, in der das Wallfahrtsbild der "Mutter aller Gnaden", das ursprünglich wohl als Ikone in der byzantinischen Basilika verehrt wurde, seinen festen Platz erhielt.

Von da an betrachteten die Mitglieder des Ordens auch die Madonna von Philermos als ihre Patronin. Sie hingen so an ihr, dass sie ihre Taten zum Schutze der Insel und der christlichen Seefahrt im östlichen Mittelmeer ihrer mütterlichen Fürsorge zuschrieben. Als der Orden im Jahr 1523 die Insel Rhodos verlassen musste, nahmen die Ordensritter das Gnadenbild der "Mutter aller Gnaden" mit.

Der Orden erhielt nunmehr - 1530 - die Insel Malta, um den Bereich des westlichen Mittelmeeres zu schützen. Das Gnadenbild fand seinen Platz in der Sakramentskapelle der von ihm zuvor erbauten St. Johannes Kathedrale in La Valetta.

Napoleon vertrieb den Orden 1796 von Malta. Das Madonnenbild kam nach St. Petersburg, wo Zar Paul I. zum Großmeister gewählt worden war.

Das Großpriorat des Ordens in Rußland wurde von den Nachfolgern Paul I. wieder aufgelöst, und das Ordensgut wurde konfisziert.

Im Jahre 1799 gelangte das Gnadenbild der Muttergottes von Philermos zusammen mit zwei Reliquien (der rechten Hand Johannes des Täufers und einem Kreuz, angefertigt aus dem Holz des wahren Kreuzes von Malta) nach St. Petersburg, wo sie im Winterpalast des Zaren aufgestellt wurden. Das Madonnenbild blieb in der Kaiserfamilie und genoss hier höchste Verehrung.

Nachdem sich in Russland eine atheistische Regierung durchgesetzt hatte, die an religiösen Kunstgegenständen kein Interesse hatte, versuchte Italien, das Bild auf diplomatischem Wege zu bekommen, um es in das 1912 italienisch gewordene Rhodos zurückzubringen. Lediglich eine im Jahr 1800 angefertigte Kopie des Bildes wurde den Italienern ausgehändigt. Sie befindet sich bis heute in der Kirche Santa Maria degli Angeli in Assisi.

Die Ikone selbst soll vor den Wirren der Bolschewistischen Revolution im Jahre 1917 dadurch verschont worden sein, da sie von der Mutter der Zarin, einer geborenen Prinzessin von Dänemark, in Kopenhagen aufbewahrt wurde. Als diese 1928 starb, kam die Madonna kurz an den Vorsitzenden der russisch-orthodoxen Bischofssynode in Berlin. Dieser übergab im Jahre 1929 die Ikone dem jugoslawischen König Alexander I in Belgrad. Seit der Besetzung dieser Stadt im Jahre 1941 durch die Deutschen gab es keine Nachrichten mehr. Neue Informationen geben einen Hinweis darauf, dass die Ikone sich in Montenegro befindet.

Das Malteser Kreuz

Ursprünglich handeite es sich um ein weißes Balkenkreuz, das die Kreuzfahrer, die zur Befreiung des Heiligen Landes kamen, auf ihren Kleidern trugen. Die Mitglieder der Brudergemeinschaft des Hl. Johannes trugen es auf ihrer schwarzen Kukulle, die der Ordenstracht der Benediktiner nachgebildet war. Später wurde aus dem Balkenkreuz das Kreuz mit acht Spitzen. Das Kreuz kommt zum ersten Mal in dem Siegel des Ordenshospitals in Jerusalem vor. Gefunden wurde es auch am Zugang zur Helenenkapelle der Grabeskirche in Jerusalem und auf den Münzen der Stadt Amalfi.

Das Ordenskapitel von 1489 sagt über das Kreuz: "So sollen die Ritter vom Hospital, indem sie mit frommem Eifer sowohl die eine als auch die andere dieser Pflichten erfüllen, auf ihrem Gewande das Kreuz mit acht Spitzen tragen, damit sie eingedenk sind im Herzen, das Kreuz Christi zu tragen, geschmückt mit acht Tugenden, die sie begleiten."

Mit kirchlicher Erlaubnis wurde das Kreuz auch auf die roten Waffenröcke der Ritter übertragen.

Bereits im Jahr 1485 wurden den acht Spitzen des Kreuzes die acht Seligpreisungen der Bergpredigt zugeordnet:

"Dann begann Jesus zu reden und lehrte sie. Er sagte:

• Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
• Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
• Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
• Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
• Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
• Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
• Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
• Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
• Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet." (Mt 5,2-11)

Die Seligpreisungen verweisen auf das, was Gott schenkt: Leben in Fülle. Das dürfen wir von Gott erwarten. Mit dem Kreuz erinnern wir die Menschen an die Gabe Gottes und bestärken uns als Gemeinschaft in diesem Glauben.

Die vier innenliegenden Ecken wurden den vier Kardinaltugenden zugeordnet: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Sie bilden Angelpunkte des sittlichen Lebens und regeln menschliches Tun, ordnen die Leidenschaften, lenken das Verhalten der Vernunft, dem Glauben entsprechend.

Klugheit
Lässt in jeder Lage wahres Gut erkennen und richtige Mittel zu dessen Erlangung wählen; sie lenkt unmittelbar das Gewissensurteil.

Gerechtigkeit
Ist der beständige und feste Wille, Gott und dem Nächsten das zugeben, was ihnen zusteht.

Tapferkeit
Lässt in Schwierigkeiten standfest sein und am Erstreben des Guten festhalten. Sie besiegt die Angst vor Verfolgung und Tod.

Mäßigung
Zügelt die Neigung zu übertriebenen Vergnügungen und lässt im Gebrauch geschaffener Güter das rechte Maß einhalten.

So wie die acht Spitzen des Kreuzes nach außen gerichtet sind und die frohe Botschaft vom Leben weitergeben, sind die nach innen gerichteten Ecken für den Malteser selbst gedacht und bilden die Basis unseres Dienstes.

Das Malteser Kreuz wird in Schildform getragen. Das "Schild" weist auf die Verteidigung des Glaubens und der christlichen Stätten hin - auf die militärische Verteidigung, die in den ersten Jahrhunderten des Ordens notwendig war, und auf die friedliche, die heute im Sinne eines Bekenntnisses gefordert ist.

Spiritualität

Aspekte, welche die Spiritualität in den Anfängen des Johanniter Orden im Hospital zu Jerusalem kennzeichnen:

Gottesbild
Gott gilt als der, der die Ordensritter in seinen Dienst nimmt, sie verpflichtet und sie mit seiner Hilfe begleitet.

Liturgie und Sakramente
Eine würdige Liturgie und die Feier der Sakramente gelten als wichtige Bestandteile im Dienst an den Kranken.

Dienstauffassung
Gott nimmt Wohnung im Glaubenden. So werden die Kranken und die Ritter zu Heiligen. Diese Heiligkeit sollen die Ordensbrüder bekunden, wo immer sie sich aufhalten.

Askese
Einen Einblick in die Spiritualität des Ordens bietet die Betrachtung der asketischen Forderungen und Leistungen der Ordensbrüder. Neben den drei ewigen Gelübden - Keuschheit, Armut, Gehorsam- und dem Versprechen, den Kranken zu dienen, wird betont, daß die Belange des Kranken Vorrang haben vor denen der Ritter z.B. beim Verteilen des Essens oder von Kleidung.

Heiligenverehrung
Bereits zur Zeiten des Gründers Gerhard wurde Johannes der Täufer als Patron des Ordens angesehen. So wie er in der Wüste lebte und predigte, fühlten sich die Ordensritter als Fremde im Hl. Land, um hier Christus zu dienen. Seit dem Aufenthalt auf der Insel Rhodos (1309) wird auch die Sel. Jungfrau Maria von Philermos als Patronin des Ordens verehrt.

Hospitalität des Ordens
Hospitalität ist ein weiteres Kennzeichen der Spiritualität der frühen Ordensgemeinschaft: "Dienst an den Armen des Herrn". Die Meister des Ordens nennen sich "Diener der Armen unseres Herrn Jesus Christus" (Johanniterregel Eingangsprotokoll 2) oder "Diener der armen Kranken". Die Brüder nennen sich "Diener der Armen". Daraus ergibt sich, daß die Armen als Heilige Arme bezeichnet werden, in deren Namen die Regel erlassen ist und die, weil sie Herren sind, wie ein Herr bedient werden. Dies kann in zweierlei Hinsicht interpretiert werden. Einerseits wie EIN Herr, wobei zu bemerken ist, daß Herr ein Hohheitstitel war, andererseits als wie DER Herr, also wie Gott bzw. Christus.

Ihr Dienst bezieht Körper und Seele ein. So war z.B. im Krankensaal ein Altar zur Messfeier aufgestellt. Spätere Johanniterhospitäler sind oft als doppelgeschossige Kirchen gebaut, wobei die Kranken im oberen Geschoss lagen  und so der Hl. Messe folgen konnten. Deutlich wird diese Verbindung im ältesten Siegel des Ordens, welches das Innere des Hospitals wie einen Kirchenraum darstellt: Auf dem Bett liegt ein Kranker, das Gesicht zur Seite gewendet. In einer Kuppel im Hintergrund hängt das "ewige Licht", das den Kranken auf die bleibende Gegenwart Christi (Altarsakrament) hinweist. Das Weihrauchfass symbolisiert die Gebete der Brüder um die Genesung der Kranken. "Wie Weihrauch steige mein Gebet zu dir empor" (Ps.141)

Offenheit gegenüber Fremden
Ein Johanniterhospital war  mehr als ein Krankenhaus oder eine Pilgerunterkunft. Es umfasste auch Dienstleistungen wie Säuglingspflege, Findelkinderbetreuung oder Armenspeisung.

Aufgenommen wurden alle Kranken - unabhängig von ihrer Kirchen -, Religions- oder Volkszugehörigkeit. Von daher erklärt sich eine Toleranz der Feinde des Christentums gegenüber dem Hospital.

Als Besonderheit ist auch anzusehen, dass jeder Kranke in den Johanniterhospitälern sein eigenes Bett hatte, was in der damaligen Zeit durchaus nicht üblich war.

Das Malteser Gebet

Das Malteser Gebet ist eine komprimierte Zusammenfassung der Malteser Spiritualität. Um es in seiner Dichte zu entflechten und Mitarbeitern vertraut zu machen, können die einzelnen Sätze nacheinander betrachtet werden (= erläuternd gebetet werden).

Gedanken zum Malteser Gebet

Herr Jesus Christus, Du hast mich aus Gnade berufen, dir als Malteser zu dienen.
Jesus Christus, du rufst mich, weil Du Zutrauen zu mir hast. Deine Liebe fordert mich zum Dienst und zum Glauben in Gemeinschaft. Malteser sein - das ist nicht ein Zufall, sondern Dein Plan! Dafür danke ich Dir!

Demütig bitte ich Dich auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria von Philermos, des heiligen Johannes des Täufers, des seligen Gerhard und aller Heiligen.
Herr, ich darf mich Dir zuwenden mit meinen Anliegen und auf die Gemeinschaft derer zählen, die bereits vor mir den Weg der Liebe gewählt haben. Mit Maria, die sich ganz auf Dein Wort eingelassen hat, will ich Deinen Willen tun, wie Johannes, der Rufer in der Wüste, will ich mich immer wieder neu bekehren und wie Gerhard, unser Ordensgründer, will ich dir begegnen in den alltäglichen Begegnungen und vor allem mit den Geringsten. Sie und alle, die zu Dir gehören, sind meine Fürsprecher und bewahren mich mir selbst alles zuzutrauen.

Lass die Treue zu unserer Gemeinschaft mein Leben und Handeln durchdringen.
Du bist mir treu, Herr, und hälst zu mir. Auch ich will treu mit meinen Möglichkeiten sein und am Aufbau unserer Gemeinschaft mitwirken. Herz und Verstand, Denken und Handeln will ich in den Dienst unserer Gemeinschaft stellen, um Deinen Auftrag zu erfüllen.

Im Bekenntnis zur katholischen und apostolischen Kirche will ich mit Deiner Hilfe den Glauben bezeugen und dem Nächsten in Liebe begegnen, besonders den Armen und Kranken.
Ich will meinen persönlichen Glauben gern prüfen am Zeugnis Deiner Kirche, die von Deinen Weggefährten, den Aposteln, ausgegangen ist. Deine Hilfe ist notwendig. Sie wendet die Not - auch die Not Deiner Kirche. Nur so kann ich - können wir - "glaub-würdig" leben.

Reden von dem, der mein Herz erfüllt, der die Liebe ist: Du selbst Herr. Und Liebe auch im Kleinen leben. Dich in jedem - auch dem geringsten und abstoßendsten Menschen erkennen - un Deiner Liebe entschieden Antwort geben - das will ich tun, Herr. Dazu ist nicht selten auch Hintergrundarbeit unverzichtbar. Lass mich den konkreten Menschen hinter meiner Arbeit erkennen.

Gib mir die nötige Kraft, als aufrechter Christ selbstlos im Geist Deiner Botschaft nach diesem Vorsatz zu leben.
Manchmal kostet es mir viel, Malteser zu sein: Kraft, Zeit, Zurückstecken und Zulassen, dass ich vielleicht ausgenutzt werde. Doch aufrecht und ohne mich auf eigene Ehre in den Vordergrund zu schieben, will ich Deine frohe Botschaft bezeugen und leben. Lass mich dabei immer wieder neu Kraft in Dir finden.

Zur Ehre Gottes, für den Frieden der Welt und das Wohl unserer Gemeinschaft.
So zu leben, wird mein Beitrag sein, dass Friede wächst, dass die Menschen näher zusammenrücken und immer mehr eins werden in Dir. Dies ist Dein Wunsch. Und das Gute, das uns daraus erwächst, gereicht Dir zu größerer Ehre. So dass alle Welt bekennt:

Jesus Christus ist der Herr - zu Ehre Gottes des Vaters. Amen.

 

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