Sicher wohnen und einkaufen

Seit 1989 bietet der Malteser-Hilfsdienst einen Hausnotrufdienst an. Der Kaufhof hat sein Warenhaus seniorenfreundlicher gestaltet. Nun wollen beide als Partner zusammenarbeiten, um den Service für ältere Menschen weiter zu verbessern.

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Die Malteser bitten

Rücksicht bei großer Kälte

Die derzeit tiefen Temperaturen lassen den Schnee nicht schmelzen, so dass das Bergische Land wie in einem Wintermärchen aussieht. Um die schöne Landschaft bei Spaziergängen genießen zu können, raten die Malteser zu warmer Kleidung statt zu Alkohol zu greifen. Alkohol erweitert die Blutbahnen, so dass zunächst die Durchblutung besser wird. "Man hat das Gefühl, nicht mehr zu frieren. Dabei wird aber mehr Wärme an die Umgebung abgegeben, so dass der Körper in Wirklichkeit schneller auskühlt, als ohne Alkohol." weiß Wolfgang Guenther von den Maltesern.

Die Kleidung sollte idealerweise aus einer warmen Unterschicht mit mehreren Schichten darüber bestehen, so dass eine Anpassung an die Außentemperatur möglich ist. Hut oder Mütze zum Schutz des Kopfes, über den ein großer Teil der Wärme abgegeben wird, sind ebenso ein Muss wie Handschuhe, die die empfindlichen Hände vor Erfrierungen schützen.

Generell gilt, dass sich niemand lange klirrender Kälte aussetzen sollte. Mehrere kurze Spaziergänge sind bei großer Kälte besser, als ein langer. Kribbelt oder brennt es auf der Haut, so sind dies erste Warnsignale, dass der Körper an diesen Stellen zu stark auskühlt. Dann heißt es, ganz langsam wieder aufwärmen, indem man in einen beheizten Raum geht. Durch die höhere Umgebungstemperatur kommt der Kreislauf nach und nach wieder in Schwung. Ist der Temperaturunterschied zu hoch, z.B. durch eine heiße Wärmflasche auf den betroffenen Hautpartien, dehnen sich die Blutgefäße zu schnell aus und es schmerzt stark. Darüber hinaus empfehlen die Malteser viel Mineralwasser oder Kräutertees zu trinken. Auf anregende Getränke, wie Kaffee, Schwarztee oder eben Alkohol sollte weitgehend verzichtet werden.

Besonders wichtig ist es bei der derzeitigen Kälte, dass alle Rücksicht aufeinander nehmen. "Ein kleiner Rempler im Vorbeigehen kann leicht dazu führen, dass die andere Person auf glattem Untergrund ausrutscht." so Guenther. Personen, die ohnehin auf eine Gehilfe angewiesen sind, und viele Senioren benötigen jetzt Unterstützung. Oft sind sie froh, wenn ihnen Hilfe angeboten wird z. B. beim Überqueren der Straße oder wenn der Nachbar beim Bäcker ein Brot mitbringt, so dass man nicht selbst hinaus muss. Ein kleiner Plausch im Treppenhaus verhindert dabei ein Vereinsamen und tut jedem gut.

Auch Obdachlose sind zurzeit besonders auf Aufmerksamkeit angewiesen. Sie sind es gewohnt, auf Parkbänken, unter Brücken oder in Unterführungen zu übernachten. Dies ist bei besonders tiefen Temperaturen jedoch lebensgefährlich. Notschlafstätten oder Bahnhofsgebäude sind eine gute Alternative. "Sprechen Sie Obdachlose, die in der Kälte liegen, an und rufen Sie unter 112 den Rettungsdienst, wenn die Person nicht reagiert." so Guenther.

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